Schlagwort: § 675u BGB


  • Phishing-Betrug: Muss die Bank das Geld sofort erstatten? Das EuGH-Urteil C-70/25

    Phishing-Betrug: Muss die Bank das Geld sofort erstatten? Das EuGH-Urteil C-70/25 Kurzübersicht: Wurde Ihr Konto nach einem Phishing-Angriff belastet, darf die Bank die Rückerstattung einer nicht autorisierten Zahlung nicht allein mit dem Hinweis auf grobe Fahrlässigkeit verweigern. Dies entschied der Europäische Gerichtshof am 15. Oktober 2026 (C-70/25). Die Bank muss den Betrag zunächst erstatten. Sie kann anschließend Schadensersatz fordern, sofern sie nachweisen kann, dass der Kunde grob fahrlässig gehandelt hat. Ob eine Zahlung als „nicht autorisiert“ einzustufen ist, muss jeweils…


  • Social-Engineering-Betrug beim Online-Banking: Warum die Bank trotz TAN-Weitergabe haften kann (OLG Brandenburg, 4 U 131/25)

    Social-Engineering-Betrug beim Online-Banking: Warum die Bank trotz TAN-Weitergabe haften kann (OLG Brandenburg, 4 U 131/25) Kurzübersicht: Sie erhalten einen Anruf von einer Nummer, die im Display als „Ihre Bank“ erscheint. Der Anrufer bittet Sie, eine „Demo-Überweisung“ über 0 Euro freizugeben, um ein neues Sicherheitsverfahren zu testen. Sie geben eine TAN weiter – und wenig später fehlen mehrere tausend Euro auf Ihrem Konto. Viele Betroffene gehen davon aus, dass sie in diesem Moment jeden Anspruch gegen ihre Bank verwirkt haben, weil…


  • Bank haftet für abgefangene Debitkarte – OLG Frankfurt 2026

    Neue Bankkarte nie erhalten – trotzdem 220.000 Euro weg: Wer haftet wirklich? Kurzübersicht: Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat mit Urteil vom 29. April 2026 (Az. 17 U 62/24) entschieden: Wer seine Debitkarte gar nicht erst empfangen hat, haftet grundsätzlich nicht für unbefugte Abhebungen Dritter. Die Bank – hier eine Sparkasse – muss den gesamten Schaden von rund 220.000 Euro erstatten. Das Urteil stärkt die Rechte von Bankkunden erheblich und klärt, wann Banken sich auf angebliches Mitverschulden berufen dürfen –…