Schlagwort: Online-Banking


  • Phishing-Betrug: Muss die Bank das Geld sofort erstatten? Das EuGH-Urteil C-70/25

    Phishing-Betrug: Muss die Bank das Geld sofort erstatten? Das EuGH-Urteil C-70/25 Kurzübersicht: Wurde Ihr Konto nach einem Phishing-Angriff belastet, darf die Bank die Rückerstattung einer nicht autorisierten Zahlung nicht allein mit dem Hinweis auf grobe Fahrlässigkeit verweigern. Dies entschied der Europäische Gerichtshof am 15. Oktober 2026 (C-70/25). Die Bank muss den Betrag zunächst erstatten. Sie kann anschließend Schadensersatz fordern, sofern sie nachweisen kann, dass der Kunde grob fahrlässig gehandelt hat. Ob eine Zahlung als „nicht autorisiert“ einzustufen ist, muss jeweils…


  • chipTAN ohne Namensanzeige: BGH-Urteil XI ZR 20/24 erklärt

    chipTAN zeigt nur die IBAN, nicht den Namen: BGH bestätigt Sicherheitsstandard (Urt. v. 3.3.2026 – XI ZR 20/24) Kurzübersicht: Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 3. März 2026 (BGH Az. XI ZR 20/24) entschieden: Beim manuellen chipTAN-Verfahren muss der TAN-Generator nur die IBAN des Zahlungsempfängers anzeigen – der Name ist nicht erforderlich. Wer sich nach einem Betrugsfall darauf beruft, die Bank habe keine ausreichende „starke Kundenauthentifizierung“ verlangt, weil der Empfängername fehlte, kann damit nicht mehr durchdringen. Für Bankkunden bedeutet das:…


  • BGH-Urteil XI ZR 107/24: Wann haften Banken bei Phishing?

    Phishing beim Online-Banking: Wann die Bank zahlen muss – und wann Sie leer ausgehen (BGH XI ZR 107/24 Kurzübersicht: Phishing-Angriffe im Online-Banking nehmen seit Jahren massiv zu. Mit Urteil vom 22.07.2025 (BGH Az. XI ZR 107/24) hat der Bundesgerichtshof erneut klargestellt, wann Banken Schäden ersetzen müssen – und wann Verbraucher wegen grober Fahrlässigkeit selbst haften. Die Entscheidung hat erhebliche Bedeutung für Opfer von Telefon-Phishing, Call-ID-Spoofing und manipulierten TAN-Freigaben. Der Fall: Phishing-Anruf mit gefälschter Sparkassen-Nummer Die betroffene Bankkundin erhielt einen Anruf,…